Modellprojekt 2019 - Mikroplastik: Verantwortl ICH - handeln: kleine Teile, große Wirkung

 

 

Verantwortung – überall,

nur nicht bei mir

 

Aufstehen, joggen, arbeiten, bloggen,

shoppen, essen, Freunde treffen.

 

Nicht jeder bedenkt bei seiner normalen Alltagplanung, welche Konsequenzen das eigene Handeln hat: kurz- und langfristig, lokal oder global, für sich selbst und für andere. Doch genau das braucht es heutzutage – mehr denn je! Was bspw. mit dem ganzen Plastik unseres täglichen Lebens geschieht, wo letztendlich das Mikroplastik aus dem Schaumbad landet, wenn es im Abfluss verschwunden ist, ist vielen egal. Mit dem Projekt „VerantwortlICH handeln“ wird am Themenbeispiel Plastik Bewusstsein geschaffen für die Verantwortung jedes einzelnen an der derzeitigen gesellschaftlichen und ökologischen Situation zudem es werden Handlungsoptionen aufgezeigt.

Plastik ist ein Sammelbegriff für synthetisch hergestellte, polymere Kunststoffverbindungen. Generell befinden sich in unserer Umwelt neben den großen, mit bloßem Auge sichtbaren Plastikteilen (Makroplastik) auch mikroskopisch kleine Teile (Mikroplastik). Jeder von uns produziert jährlich im Schnitt 50 kg Plastikmüll. Von dem in 2016 europaweit angefallenen Plastikmüll wurden nur 31,1% recycelt, der Rest wird verbrannt oder deponiert. Der Anteil unsachgemäß entsorgter Plastikabfälle und die Menge von in den Abwasserpfad eingebrachtem Mikroplastik (z. B. aus Kosmetikprodukten, Abrieb) sind nicht bekannt. Erste Untersuchungen zeigen, dass mittlerweile viel Mikroplastik in unseren Flüssen und Meeren nachgewiesen.

Projektinhalt

Das Thema Plastik soll mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit dem Konzept des Globalen Lernens umgesetzt werden. Beim Globalen Lernen geht es auf der einen Seite um "globale" Inhalte, auf der anderen um die interdisziplinären und ganzheitliche Lern- und Lehrmethoden. Im Projekt „VerantwortlICH handeln“ sollen sich deshalb Theorie- und Praxiseinheiten abwechseln und sind im Sinne des Globalen Lernens aus verschiedenen Methoden und interdisziplinären und ganzheitlichen Einheiten aufgebaut.

 

Theorieeinheiten

In den Theorieeinheiten werden Hintergrundinformationen gegeben bspw. Plastikverbrauch weltweit und deutschlandweit, Herstellung von Plastik, Unterschied von Makro- und Mikroplastik mit Beispielen. Zudem könne die Jugendlichen anhand eines kleinen Experiments im Sinne von forschend-entdeckendem Lernen herausfinden, in wie vielen und in welchen Kosmetikprodukten Mikroplastik enthalten ist und wieviel. Außerdem wird es um die Auswirkungen von Plastik nicht nur auf die Umwelt, sondern speziell auch auf die menschliche Gesundheit gehen. Bearbeitet werden aktuelle Forschungsergebnisse zu Weichmachern, wie z.B. das Phänomen der Kreidezähne bei Kleinkindern oder die steigende Unfruchtbarkeit bei Männer und Frauen.

Praxiseinheiten

Die Praxiseinheiten sind interdisziplinär und ganzheitlich angelegt, d.h. es gibt verschiedene Zugänge zum Thema. Geplant sind folgende interdisziplinäre Einheiten:

  • Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Besser Leben ohne Plastik“
  • Workshop zum Herstellen einer mikroplastikfreien Seife, Duschgel etc. mit Experten/in;
  • Film bspw. „Plastic Planet“ mit angeleiteter und moderierter Diskussionsrunde;
  • Besuch des Abfallwirtschaftszentrums des Landkreises
  • Plastiktagebuch, in einem Selbstexperiment soll ca. 14 Tage plastikfrei gelebt werden
  • Virtuelles Klassenzimmer mit E-Learning-Einheit: Videotelefonat mit einer/m Meeresbiologen/in führen und Fragen über die Forschung rund um das Thema Plastik und seine Auswirkungen auf die Ozeane und deren Lebewesen zu stellen
  • Besuch „Unverpackt Laden“ mit Interview der Besitzer
  • Plastikaktion in Form eines Aktionsstandes mit Aufklärungskampagne

 

Ein Vorteil der Verknüpfung von Theorie- und Praxiseinheiten ist, dass die Jugendlichen verschiedenste (grüne) Berufszweige kennenlernen. Durch die direkte Begegnung in den Praxiseinheiten haben sie einen Einblick in folgende Berufsgruppen: Pädagogen, Autoren, (Meeres)biologen, Selbstständige, Kunststoff­technik, Materialforschung etc.

 

 

Feiern mit Zukunft - Broschüre

Sie sind Veranstalter eines öffentlichen Dorf-, Straßen-, Wein-, oder Vereinsfestes? Dann machen Sie mit, feiern Sie nachhaltig mit unserer Broschüre "Feiern mit Zukunft!"

Im Jahr 2015 haben uns einige Aktive und verschiedene Abteilungen der Landkreisverwaltung dabei unterstützt, eine Broschüre zu erstellen, die dabei helfen soll, Vereins- oder Dorffeste umweltfreundlicher auszurichten. Entstanden ist die Broschüre „Feiern mit Zukunft", die inzwischen kostenfrei in den einschlägigen Sachgebieten der Rathäuser bzw. des Landratsamtes, im UBiZ oder der vhs Landkreis Haßberge zu erhalten ist.

Mitte Oktober 2017 wurde die Broschüre mit Unterstützung des Umweltministeriums neu aufgelegt. Die feierliche Übergabe fand in München statt,dort wurde die Broschüre von UBiZ-Leiterin Bettina Stroh gemeinsam mit Kollegin Dr. Christine Thorn dem Referatsleiter für Umweltbildung, Bildung zur Nachhaltigkeit im Bayer. Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Christoph Goppel übergeben.   

 

Alle unsere Projekte sind gefördert durch das bayrische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Unsere Arbeit ist zertifiziert durch das Umweltbildungssiegel umweltbildung.bayern.

                                                                 

     

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